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Geschichte der Stadt Ptuj

Ptuj (Pettau) - die gemauerte Chronik am Knotenpunkt der Wege, die das sonnige Italien mit dem Pannonischen Becken und die Alpentäler mit den Weiten des Balkans verbinden; sein erstes Kapitel wurde bereits in der Jüngeren Steinzeit geschrieben. Wegen ihrer wichtigen Lage, die schon von Anfang an deren Schicksal prägte, hatte die Stadt einen wichtigen Einfluß auf die historischen Ereignisse europäischer Großenordnung. Besonders dieser Rolle wegen wurde Ptuj - sonst wahrscheinlich die malerischste Innlandstadt Sloweniens - mit so einem reichen Erbgut der Vergangenheit beschenkt. Natürliche Gegebenheiten ließen am Flußübergang der Bernsteinstraße eine verkehrsgünstige wie auch strategisch und wirtschaftlich bedeutende Ansiedlung entstehen, welche sowohl auf dem Gebiet der Politik und Verwaltung, wie auch dem Gebiet der Kunst und Kultur eine sichtbare historische Rolle spielte.

Auf diesem Gebiet ließen sich in der Jüngeren Eisenzeit die Kelten nieder, die später in der Entwicklung des Königreichs Noricum eine Rolle spielten und die dieses Gebiet schrittweise urbanisierten. Doch bereits bald nach dem Anfang des letzten vorchristlichen Jahrhunderts wurde der sich gerade neubildende Staat von Rom beeinflusst, sowohl in politischer wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Diese Beeinflussung entwickelte sich gegen Ende des Jahrhunderts in eine mehr oder wenig friedliche Eroberung. Am südlichen Ufer, gegenüber der Siedlung der Altansässigen, errichteten die Römer ein Militärlager, das als Ausgangspunkt für die Eroberung Westpannoniens vorgesehen war. Diese Ereignisse und damit entstandene Veränderungen waren der Grund für den erneuten Aufschwung der alten Siedlung durch den zunehmenden Handelsverkehr.

Verschiedene römische Geschichtsschreiber, angefangen mit Tacitus, erwähnen Ptuj mehrmals in Bezug auf bedeutende Ereignisse, die von der Wahl des Kaisers Vespasian im Jahre 69, bis zur Erwähnung der politischen Aktivität des Großvaters des letzten weströmischen Kaisers Romulus, der 476 seines Amtes enthoben wurde, reichen. Mit diesen Schriften beginnt die historische Epoche der Stadt Ptuj. Um das Jahr 103 wurde sie als Colonia Ulpia Traiana Poetovio zum Selbstverwaltungskreis ernannt und erreichte im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. ihre größte Ausdehnung. Im Jahre 450 wurde die Stadt von den Hunnen niedergebrannt. Doch die Stadt überlebte diese Katastrophe und konnte zumindest zeitweilig den Drauübergang verteidigen, wurde jedoch um das Jahr 570 von den Awaren und den letzten Siedlern - den Slawen - besetzt, die sowohl die Siedlungstradition wie auch den Ortsnamen der Stadt übernommen haben. Wegen der intensiven Besiedlung der Slawen gilt Ptuj noch heute als der wichtigste frühmittelalterliche Fundort Sloweniens. Das gefundene Material stammt aus der Zeit von 8. bis zum 11. Jahrhundert.


Mit der Zerstörung des Awarenstaates, Ende des 8. Jahrhunderts, kam das Draugebiet und damit auch Ptuj, unter die Herrschaft des Frankenstaates. Wegen des wichtigen traditionellen Flussübergangs kam es kurz nach der fränkischen Eroberung zur Neubelebung der Siedlung, die sich in den Jahren von 840 bis 874 im Besitz der unterpannonischen Markgrafen und Fürsten Pribinus und Cozilis befand. Zwischen den Jahren 874 und 890 ging sie schrittweise in den Immunitätsbesitz der Erzbischöfe von Salzburg über.

Zwischen 977 und 1555 gehörte Ptuj zum Salzburger Erzbistum, später den Landesfürsten. Im Jahre 1487 schrieb Paolo Santonino, Sekretär der Patriarchatskanzlei in Aquileia, über Ptuj: �ichtsdestoweniger erfreut sich Pettau in guten Jahren auch heute noch eines Überflusses an Brot, Wein und Fleisch, indem derzeit zwei junge fette Rinder um vier Dukaten gekauft, zwei Brote - leicht, locker wie ein Schwamm und schneeweiß, wie ich besseres nirgends gesehen habe - um ein Soldo hergegeben werden.

Der Verlust der Funktion der Verteidigung der Grenzregion, Großbrände in den Jahren 1684, 1705, 1710 und 1744, sowie andere Naturkatastrophen machten Ptuj endgültig zu einem durchschnittlichen Provinzstädtchen. Jedoch verlor die Stadt nicht unaufhaltsam an Geltung, gelegentlich erlebte sie auch Aufschwünge. Vor allem ab dem Jahr 1740, in der Zeit des verstärkten Handels mit den befreitem Ungarn und Slawonien. Schrittweise fassten in der Stadt das Schul- und Militärwesen, die Lederindustrie, der Weingroßhandel, der Bahn- und Straßenverkehr und eine zunächst aufkeimende, zweckdienliche Fremdenverkehrstätigkeit festen Fuß.
 
 

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